
Vom Borkenkäfer zum Hühnerstall
Vom Borkenkäfer zum Tierstall – wie aus Waldverlust nachhaltige Werte entstehen
In den vergangenen Jahren hat sich unsere heimische Waldlandschaft stark verändert. Extreme Trockenheit, steigende Temperaturen und der Klimawandel insgesamt haben vor allem die Fichtenwälder massiv geschwächt. Was viele nicht wissen: Gesunde Fichten können sich in der Regel gegen Schädlinge wie den Borkenkäfer wehren. Doch wenn es über Jahre hinweg zu wenig regnet, verlieren die Bäume genau diese Abwehrkraft.
Der Borkenkäfer nutzt diese Schwäche gnadenlos aus. Er bohrt sich unter die Rinde, unterbricht die Wasser- und Nährstoffversorgung des Baumes – und bringt ihn innerhalb kurzer Zeit zum Absterben. In manchen Regionen waren zeitweise bis zu 50 % der heimischen Fichtenbestände betroffen. Ganze Wälder mussten aus Sicherheitsgründen gerodet werden, um eine weitere Ausbreitung zu verhindern.
Viel Holz – wenig Wert
Für viele Waldbesitzer war das eine Katastrophe. Durch das enorme Überangebot an Holz fielen die Preise ins Bodenlose. Gleichzeitig blieben die Kosten für Einschlag, Transport und Wiederaufforstung hoch. In vielen Fällen bedeutete das: viel Arbeit, viel Verlust – und kaum Ertrag. Dabei war das Holz selbst keineswegs minderwertig. Im Gegenteil: Der Großteil der gefällten Fichten war in einem technisch einwandfreien, hochwertigen Zustand.
Unsere Idee: Holz retten und sinnvoll nutzen
Genau hier setzte unsere Idee an. Statt dieses wertvolle Holz zu verramschen oder ungenutzt liegen zu lassen, wollten wir ihm eine neue Aufgabe geben. Wir begannen, Fichten aus Borkenkäferbeständen zu verarbeiten, schnitten sie zu Brettern und Bohlen, trockneten und hobelten sie sorgfältig und kauften gezielt größere Mengen dieses Holzes auf.
So entstand der Gedanke, daraus etwas Dauerhaftes zu bauen: Tierställe. Ställe, die stabil, funktional und langlebig sind – und gleichzeitig eine Geschichte erzählen.
Was ist eigentlich „Borkenkäferholz“?
Borkenkäferholz bedeutet nicht, dass das Holz beschädigt oder minderwertig ist. Der Käfer sitzt unter der Rinde, nicht im Kernholz. Nach der fachgerechten Verarbeitung entsteht daraus ein ganz normales, hochwertiges Fichtenholz mit hervorragenden Eigenschaften. Robust, natürlich und ideal für den Stallbau.
Nachhaltigkeit mit echtem Sinn
Unsere Tierställe aus Borkenkäferholz stehen für einen bewussten Umgang mit Ressourcen. Wir geben Holz eine zweite Chance, entlasten die Umwelt und schaffen Produkte, die Sinn machen – für Tierhalter, für den Wald und für kommende Generationen.
Jeder Stall erzählt ein Stück dieser Geschichte: von den Herausforderungen unserer Wälder, von Verantwortung und von der Überzeugung, dass man aus scheinbaren Verlusten etwas Wertvolles schaffen kann.
Aus gefällten Bäumen werden neue Lebensräume.
Aus Waldverlust wird nachhaltige Nutzung.
Aus Borkenkäferholz entstehen ehrliche, robuste Tierställe
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